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Walter Ernst Paul Ulbricht

Name

Geboren

In

1899-1911

1908

Walter Ernst Paul Ulbricht

30. Juni 1893

Leipzig

Besuch der Volksschule und Tischlerlehre.

Ulbricht wird Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und arbeitet aktiv im Arbeiterjugend-Bildungsverein Alt-Leipzig.

1910

1911/12

Eintritt in den Holzarbeiterverband.

Wanderschaft als Tischlergeselle.

1912

Wird Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

1913/14

Besuch der Parteischule in Leipzig

1915-1918

Während des Ersten Weltkriegs wird er in Polen, Serbien und an der Westfront eingesetzt.

1918

Wird Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrats des XIX. Armeekorps. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig schließt er sich der Ortsgruppe des Spartakusbundes an.

1919

1920

Teilnahme an der Gründungsversammlung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) für den Bezirk Mitteldeutschland in Leipzig. Ulbricht wird in die Leitung gewählt.

Heiratete Ulbricht die Maschinennäherin Martha Schmellinsky, die auch Mitglied in der KPD war.

1919-1923

Hauptamtliche Parteiarbeit in den Bezirksleitungen Mitteldeutschland, Westsachsen und Großthüringen, schließlich Wahl in die Zentrale der KPD.

1924/25

Besuchte er die Lenin-Schule in Moskau, wo er anschließend als Instrukteur des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI) zum Einsatz kam.

1926

1928 - 1933

1929

1932

1933

1935-1938

1938

1941

1943

1945

1946

1949

1950

1953

1954

1960

1961

1973

Wurde Ulbricht in den Landtag von Sachsen gewählt, wo er bis 1929 vertreten war.

Reichstagsabgeordneter

Ulbricht wird Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees (ZK) der KPD und Politischer Leiter des KPD-Bezirks Berlin-Brandenburg-Lausitz-Grenzmark.

Nach parteiinternen Auseinandersetzungen übernimmt Ulbricht im ZK den Sekretariatsbereich von Hermann Remmele (1880-1939) und damit praktisch die organisatorische Leitung des Gesamtapparats der Partei.

Rede vom 23. Februar 1932 im Deutschen Reichstag

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1. März: Ulbricht wird von den Nationalsozialisten steckbrieflich zur Fahndung ausgeschrieben. Er lebt noch sechs Monate im Untergrund in Deutschland und geht im Oktober auf Beschluß der Parteiführung in die Emigration nach Paris.

Leitende Tätigkeit in den Exilorganisationen der KPD in Paris und Prag.

Ulbricht verlegt sein Exil nach Moskau und wird Vertreter des ZK der KPD beim EKKI.

Nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion arbeitet Ulbricht beim deutschsprachigen Programm von Radio Moskau und verfaßt zahlreiche Flugblätter und Aufrufe an die Soldaten der Wehrmacht. 

1943 Mitbegründer des Nationalkomitees Freies Deutschland (NKFD).

Als Leiter der sogenannten „Initiativgruppe“ des ZK der KPD für Berlin, die auch als „Gruppe Ulbricht bezeichnet wurde, kehrte der Exilkommunist 1945 nach Deutschland zurück.

Nach den Wahlniederlagen der Kommunisten in Ungarn und Österreich betreibt Ulbricht auf Weisung von Josef W. Stalin die schnellstmögliche Vereinigung von KPD und SPD in der Sowjetischen Besatzungszone. 21. April: Vereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). An die Spitze der SED treten Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl. Ulbricht wird gemeinsam mit Max Fechner (1892-1973) stellvertretender Vorsitzender.

Nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik in der Sowjetischen Besatzungszone trug Ulbricht als Mitglied des Politbüros der SED, in dem er bis zu seinem Tod vertreten war, maßgeblich zur Ausgestaltung des sozialistischen deutschen Staats bei.

Auf dem III. Parteitag der SED übernimmt Ulbricht den neugeschaffenen Posten des Generalsekretärs des ZK und damit die Führung der Partei.

Heiratete Ulbricht in zweiter Ehe Lotte Kühn. Nach der Volkserhebung vom 17. Juni gelingt es Ulbricht, seine Stellung in der Partei durch die Ausschaltung von Widersachern aus Führungspositionen zu festigen. Er wird Erster Sekretär des Zentralkomitees.

Anerkennung als Held der Arbeit“ 1953, 1958 und 1963

Erhält den Vaterländischen Verdienstorden

Held der Arbeit
Vaterländischen Verdienstorden
Lotte Ulbricht

Lotte Ulbricht

Ulbricht wird Vorsitzender des neu geschaffenen Nationalen Verteidigungsrats und übernimmt damit die oberste Befehlsgewalt über die Nationale Volksarmee (NVA) im Falle einer Krisensituation. Nach dem Tod von Pieck wird das Amt des Präsidenten der DDR abgeschafft. Ulbricht wird als Vorsitzender des Staatsrats neues Staatsoberhaupt der Republik. Damit sind erstmals alle entscheidenden Machtpositionen in den Händen einer Person vereinigt.

Erhält die Auszeichnung “Banner der Arbeit”

Banner der Arbeit

Am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz mit der Frage konfrontiert, ob die DDR am Brandenburger Tor eine Staatsgrenze mit allen Konsequenzen errichten wolle, erklärte Walter Ulbricht noch: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ Zwei Monate später, am 13. August 1961, begannen Streitkräfte der DDR, die Grenze zwischen Ost- und Westberlin abzuriegeln und Sperranlagen zu errichten.

Text zum Tondokoment

Ich verstehe ihre Frage so, das es Menschen in Westdeutschland gibt die wünschen das wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren um eine Mauer aufzurichten, ja. Ää mir ist nicht bekannt das solche Absicht besteht. Das sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird...Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.

Walter Ernst Paul Ulbricht starb am 1. August 1973 in Berlin (Ost).

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Die DDR unter Ulbricht.


 

Die DDR unter Ulbricht.

Gewaltsame Neuordnung und gescheiterte Modernisierung.
von Hoffmann, Dierk
von Kroll, Frank-Lothar / Piper, Ernst
Gebunden,  245 S.,
Erschienen: Juli 2003

Preis EUR 9,90

Frank-Lothar Kroll, Dr. phil. habil., geb. 1959, lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Er ist Herausgeber der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft und Präsident der Werner Bergengruen-Gesellschaft. Seine Hauptarbeitsgebiete sind: Preußische Geschichte, Geistes- und Ideengeschichte, interdisziplinäre kulturwissenschaftliche Forschung.Ernst Piper geboren 1952 in München, hat in Berlin Geschichte, Philosophie und Germanistik studiert und 1981 in Mittelalterlicher Geschichte promoviert. Lebt heute als Historiker in München und habilitiert sich zur Zeit mit einer Arbeit über Alfred Rosenberg. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: "Savonarola. Prophet der Diktatur Gottes"

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